MIT besucht Hochleistungsrechenzentrum der Universität Paderborn –
Austausch über Künstliche Intelligenz, Innovation und Kooperationen mit der
Wirtschaft
Paderborn. Welche Möglichkeiten bieten Hochleistungsrechnen und Künstliche
Intelligenz für Forschung und Wirtschaft – und wie kann der regionale Mittelstand
stärker vom Know-how der Universität Paderborn profitieren? Mit diesen Fragen
beschäftigte sich die Mittelstands- und Wirtschaftsunion im Kreis Paderborn bei
einem exklusiven Besuch des Paderborn Center for Parallel Computing (PC²).
Im Mittelpunkt stand der 2025 in Betrieb genommene Supercomputer Otus. Mit
142.656 Prozessorkernen, 108 Hochleistungs-GPUs und fünf Petabyte Speicher
ermöglicht das System komplexe Berechnungen unter anderem für Künstliche
Intelligenz, Materialforschung, Physik, Chemie und technische Simulationen.
Gleichzeitig gehört Otus zu den energieeffizientesten Hochleistungsrechnern
weltweit.
Dr. Jens Simon, Leiter des HPC-Betriebs, und Dr. Robert Schade,
wissenschaftlicher Fachberater für Theoretische Physik und Chemie am PC²,
gaben den MIT-Mitgliedern Einblicke in die Technik, den Betrieb und die
wissenschaftlichen Einsatzmöglichkeiten des Systems.
Im anschließenden Austausch informierte Prof. Dr. René Fahr, Vizepräsident für
Transfer und Nachhaltigkeit der Universität Paderborn, über die aktuelle
Entwicklung der Universität und Möglichkeiten, Wissenschaft und mittelständische
Wirtschaft stärker miteinander zu vernetzen. „Ich freue mich über das Interesse
des MIT an unserer Spitzenforschung. Als Universität freuen wir uns über jede
Gelegenheit, die Bedeutung der Forschung allgemeinverständlich zu zeigen.
Vielleicht entwickelt sich aus dem Besuch eine neue Kooperation, mit der wir
es schaffen, Innovationen in der Region zu schaffen“ so Prof. Fahr.
„Wir haben in Paderborn Spitzenforschung von nationaler Bedeutung direkt vor
unserer Haustür. Für den Mittelstand ist entscheidend, dass aus diesem
Wissen auch neue Produkte, bessere Prozesse und konkrete Kooperationen
entstehen können. Genau diese Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
wollen wir als MIT stärker bauen“, erklärt Daniel Greve, Vorsitzender der MIT im
Kreis Paderborn.
Neben den technischen Möglichkeiten spielte auch die Energieeffizienz moderner
Rechenzentren eine wichtige Rolle. Otus erreichte mit seiner GPU-Infrastruktur Platz
fünf im internationalen Green500-Ranking. Gleichzeitig wird der Supercomputer
derzeit weiter ausgebaut: Mehr als zwölf Millionen Euro aus Landes- und
Bundesmitteln fließen in zusätzliche Rechenleistung und Speicherkapazitäten.
Für die MIT steht deshalb fest, den Austausch mit der Universität weiter zu
intensivieren. „Paderborn verbindet einen starken Mittelstand mit einer
hervorragend aufgestellten Universität. Dieses Potenzial müssen wir noch
konsequenter zusammenbringen und für unseren Wirtschaftsstandort nutzen“,
so Greve.


